Kurz und knapp: Schimmel lässt sich fast immer verhindern, indem Sie die Feuchtigkeit kontrollieren. Die wichtigsten Regeln: mehrmals täglich stoßlüften (nicht kippen), gleichmäßig heizen (auch wenig genutzte Räume), Luftfeuchtigkeit unter 60 Prozent halten, nach Duschen und Kochen sofort lüften, Wäsche nicht drinnen trocknen und Möbel von Außenwänden abrücken. Bei wiederkehrendem Schimmel trotz richtigem Verhalten steckt meist ein baulicher Mangel oder Wasserschaden dahinter.
Schimmel ist kein Schicksal. Mit den richtigen Gewohnheiten lässt er sich in den allermeisten Wohnungen verhindern, denn Schimmel braucht immer eines: Feuchtigkeit. Dieser Ratgeber fasst die 10 wichtigsten Regeln zusammen.
Die 10 wichtigsten Regeln
- Stoßlüften statt kippen: 3 bis 4 mal täglich Fenster ganz auf für 5 bis 10 Minuten
- Querlüften (Durchzug) für schnellen Luftaustausch
- Gleichmäßig heizen, alle Räume auf min. 16 bis 18 Grad
- Luftfeuchtigkeit mit Hygrometer unter 60 Prozent halten
- Nach dem Duschen/Baden sofort lüften oder Abluft nutzen
- Beim Kochen Dunstabzug nutzen, Töpfe zudecken
- Wäsche nicht in der Wohnung trocknen
- Möbel abrücken von Außenwänden (min. 5 cm)
- Türen schließen zwischen warmen und kalten Räumen
- Risikostellen kontrollieren (Fenster, Ecken, Bad, Keller)
Die wichtigste Regel: Feuchtigkeit kontrollieren
Alle Maßnahmen laufen auf eines hinaus: die Luftfeuchtigkeit niedrig halten. Schimmel braucht Feuchtigkeit als Lebensgrundlage. Optimal sind 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte. Ab 60 Prozent wird es kritisch, ab 70 Prozent ist Schimmel sehr wahrscheinlich. Mehr dazu in Luftfeuchtigkeit senken.
Heizen und Lüften gehören zusammen
Ein häufiges Missverständnis: Beides ist nötig.
- Heizen macht die Luft aufnahmefähig und hält die Wände warm (weniger Kondensation)
- Lüften bringt die feuchte Luft nach draußen
Wer nur heizt, staut Feuchtigkeit. Wer nur lüftet ohne zu heizen, kühlt die Wände aus.
Die Schimmel-Hotspots
| Stelle | Warum gefährdet |
|---|---|
| Fensterlaibungen, Rahmen | kälteste Stelle, Kondenswasser |
| Raumecken an Außenwänden | Wärmebrücke |
| Hinter Möbeln/Vorhängen | keine Luftzirkulation |
| Bad (Fugen, Decke) | viel Feuchtigkeit |
| Schlafzimmer | nächtliche Feuchtigkeit |
| Keller | kühl, oft feucht |
Diese Stellen regelmäßig kontrollieren und früh eingreifen.
Wenn Vorbeugen nicht reicht
Manchmal liegt es nicht am Verhalten. Bei wiederkehrendem Schimmel trotz richtigem Lüften und Heizen steckt meist eine bauliche Ursache dahinter:
- Wärmebrücken (kalte Stellen in der Wand)
- defekte Abdichtung (Dach, Fassade, Bad)
- aufsteigende Feuchtigkeit
- ein nicht getrockneter Wasserschaden
Dann reicht Verhalten allein nicht, die Ursache muss behoben werden. Mehr in Schimmel nach Wasserschaden und Salpeter an der Wand.
Hilfe bei hartnäckigem Schimmel
Wenn Schimmel trotz Vorbeugung wiederkommt, vermitteln wir zertifizierte Fachbetriebe, die die bauliche Ursache finden und beheben. Schreiben Sie uns über das Kontakt-Formular, wir helfen sieben Tage die Woche.
Weitere Ratgeber: Luftfeuchtigkeit senken, Schimmel am Fensterrahmen, Schimmel im Bad, Schwarzer Schimmel.