Kurz und knapp: Die Elementarversicherung ist ein Zusatzbaustein, der Naturgefahren-Schäden deckt, die die normale Gebäudeversicherung NICHT abdeckt: Hochwasser, Starkregen und Rückstau. Sie kostet meist 50 bis 200 Euro pro Jahr extra und ist für fast jeden Haushalt sinnvoll, weil Starkregen jede Adresse treffen kann. Rund 47 Prozent der Häuser haben sie nicht, das ist eine teure Lücke, denn ohne sie zahlt bei Hochwasser keine Versicherung.
Die Elementarversicherung ist der wichtigste und am häufigsten fehlende Baustein beim Schutz gegen Wasserschäden. Dieser Ratgeber erklärt, was sie deckt, was sie kostet und warum sie für die meisten Haushalte sinnvoll ist.
Was die Elementarversicherung deckt
Die normale Gebäudeversicherung deckt nur Leitungswasser, Sturm, Hagel und Feuer. Naturgefahren sind ausgeklammert. Genau diese deckt der Elementar-Baustein:
| Naturgefahr | Beispiel |
|---|---|
| Überschwemmung / Hochwasser | Fluss tritt über die Ufer |
| Starkregen | Keller läuft bei Unwetter voll |
| Rückstau | Abwasser drückt aus der Kanalisation |
| Schneedruck, Lawinen | Dachschaden durch Schneelast |
| Erdrutsch, Erdsenkung, Erdbeben | seltener, aber gedeckt |
Bei Wasserschäden sind vor allem Hochwasser, Starkregen und Rückstau entscheidend, diese sind sonst überhaupt nicht versichert.
Warum sie so wichtig ist
Die zentrale Zahl: Rund 47 Prozent der Wohngebäude in Deutschland haben keinen Elementarschutz. Das ist die häufigste böse Überraschung nach einem Unwetter, viele glauben sie seien versichert, sind es aber nicht.
Und das Risiko wächst: Starkregen-Ereignisse nehmen durch den Klimawandel zu. Das Tückische daran ist, dass Starkregen jede Adresse treffen kann, auch fernab von Flüssen, auf dem Hügel, mitten in der Stadt. Die Kanalisation wird überlastet, Wasser dringt in Keller und Tiefgaragen.
Was sie kostet
| Gefährdungszone | Jährlicher Zuschlag (ca.) |
|---|---|
| Zone 1-3 (Großteil der Häuser) | 50 bis 200 EUR |
| Zone 4 (hochwassergefährdet) | deutlich höher, teils schwer erhältlich |
Die Versicherer nutzen das ZÜRS-Zonierungssystem mit vier Hochwasser-Gefährdungsklassen. In den Klassen 1 bis 3 ist der Schutz problemlos und günstig. Nur in Klasse 4 (direkt an Gewässern) wird es teuer.
Im Verhältnis zu möglichen Schäden im fünfstelligen Bereich ist der Beitrag für die meisten Haushalte gut investiert.
Elementar vs. Leitungswasser: der Unterschied
| Leitungswasserversicherung | Elementarversicherung | |
|---|---|---|
| Teil von | normaler Gebäudeversicherung | Zusatzbaustein |
| Deckt | Wasser aus Rohren/Geräten im Haus | Wasser von außen (Natur) |
| Beispiel | Rohrbruch, undichte Waschmaschine | Hochwasser, Starkregen, Rückstau |
Erst beide zusammen bieten vollständigen Schutz gegen Wasserschäden. Mehr dazu im Versicherungs-Vergleich.
Für wen lohnt es sich?
Für praktisch jeden Haushalt. Die häufigste Fehleinschätzung ist der Gedanke, bei einem selbst gebe es kein Hochwasser. Das übersieht das Starkregen-Risiko, das jede Adresse betrifft. Wer einen Keller, eine Tiefgarage oder ebenerdige Räume hat, sollte den Baustein dringend prüfen.
So schließen Sie ab
- Vertrag prüfen: Haben Sie schon Elementarschutz? (oft nicht)
- ZÜRS-Zone abfragen beim Versicherer
- Baustein hinzufügen zur bestehenden Gebäude- und Hausratversicherung
- Selbstbeteiligung wählen (höhere SB = günstiger)
- Vorbeugung kombinieren: Rückstauklappe senkt Risiko und manchmal den Beitrag
Hilfe bei akutem Schaden
Wenn Sie bereits einen Elementarschaden haben, vermitteln wir zertifizierte Fachbetriebe für Trocknung und Sanierung deutschlandweit, mit Versicherungsabwicklung. Schreiben Sie uns über das Kontakt-Formular, wir helfen sieben Tage die Woche.
Weitere Ratgeber: Wasserschaden durch Starkregen, Hochwasser was tun, Rückstau Kanalisation, Versicherungs-Vergleich.